Donnerstag, 15. Oktober 2015

Polenta (Maisgries) mit Auberginen und Veggie-Bolognese

Polenta ist eine schmackhafte und total unterschätzte Sattmacherin. Polenta ist äußerst vielseitig, denn sie passt zu ganz vielen Beilagen und kann fast ganz alleine gegessen werden. In vielen südlichen Ländern war Polenta früher ein Arme-Leute-Essen. Es wurde einfach ein Teller mit einem großen Schöpfer Polenta und etwas Buttermilch dazu gereicht. Heute bekommt man Polenta in guten Restaurants, als Spezialität. Polenta ist glutenfrei und wird deshalb oft als Alternative zu Nudeln genutzt, weil sie hervorragend zu Bolognese passt.


Polenta mit gebratender Aubergine und Veggie-Bolognese

Zubereitung Polenta


Polenta ist ganz einfach zu kochen. Du nimmst für zwei Personen eine Kaffee-Tasse mit dem Volumen von etwa 200-250ml. Dazu die doppelte Menge Wasser, sehr gut salzen, und einmal richtig aufkochen. Dabei gut umrühren oder den Deckel auf den Topf und in Ruhe lassen. Dann kannst du den Herd abdrehen (bei Ceran zum Beispiel), weil die Hitze noch etwas nachwirkt und die Polenta einfach 10 Minuten durchziehen lassen. Bei der richtigen Menge Wasser brennt nichts an.

Falls du einen Induktionsherd oder einen Gasherd hast (du glückliche(r)!!) dann wirkt keine Wärme nach. Dann nimmst du den Topf vom Herd und stellst ihn mit Deckel "ins Bett". Ja wirklich! Decke drüber, so hält sich die Wärme noch sehr lange und so hat man das früher auch gemacht, ohne Energie-Verschwendung.

Wenn sich am Topf unten doch ein wenig festgebacken hat, gib noch etwas Wasser dazu, umrühren und warten.

In die Polenta gibst du dann noch 3 EL Olivenöl, rührst es kräftig unter. Wenn du es noch pikanter haben möchtest und kein Veganer bist, etwas Käse, wie Parmesan oder Gorgonzola (Blauschimmelkäse).

Zubereitung Aubergine

Auberginen in dünne Scheiben schneiden und gut salzen

Die Aubergine waschen und in Scheiben schneiden, ca. 0,7 cm dick. Eine mittelgroße Aubergine reicht für zwei Personen. Die Auberginenscheiben von beiden Seiten gut salzen. In eine beschichtete Pfanne etwas Olivenöl geben.  Wenn das Öl heiß ist, die Auberginenscheiben reinlegen und von beiden Seiten anbraten. Wenn das Öl zu schnell verdampft, dann immer wieder ein paar Esslöffel Wasser und etwas Öl hinzufügen, so dass die Aubergine nicht verbrennt, also nicht schwarz wird.
Gebratene Auberginen-Scheiben

Zubereitung Veggie-Bolognese


Die Veggie-Bolognese ist auch einfach: Für 2 Personen nimmst du ein Stück Tofu (ca. 200 g) und zerkrümelst den Tofu mit der Hand oder mit der Gabel. Eine beschichtete Pfanne mit ein wenig Sonnenblumenöl erhitzen und den Tofu darin knusprig anbrutzeln. Dabei würzt du den Tofu mit Steakgewürz oder Gulaschgewürz. Eine Zehe Knoblauch schälen und durch die Knoblauchpresse in die Pfanne geben.
Tofu zerbröselt, roh


Du kannst auch noch eine Zwiebel klein würfeln und nach 3 Minuten, nachdem du den Tofu in der Pfanne hast, hinzufügen. So werden die Zwiebeln nur glasig und verbrennen nicht. Anstelle von Zwiebeln kannst du aber auch frischen Schnittlauch nehmen. Dieser wird dann erst am Schluss klein gehackt und über die Bolognese gestreut.
Gebratener Tofu. Mit passierten Tomaten wird es zu einer leckeren, veganen Bolognese
Zu dem gebratenen Tofu schüttest du noch etwa 250 ml passierte Tomaten aus der Dose oder dem Glas und lässt diese ein wenig einkochen, etwa 2 Minuten. So bekommt der Tofu seine rote Farbe und sieht aus wie Bolognese.

Dann alle drei Bestandteile in den zwei Tellern anrichten, Auberginen, Veggie-Bolognese und Polenta: schwarz rot gold .. lustig. Eine Handvoll gehackten Schnittlauch drüber streuen, wenn du magst. Das Grün macht sich farblich immer gut, schließlich ist das ja auch ein italienisches Gericht.

Das fertige vegane und glutenfreie Gericht auf dem Teller mit Aubergine, Polenta und vegetarischer Bolognese



Mittwoch, 14. Oktober 2015

Die Senfcreme, der easy-peasy Brotaufstrich

Ich liebe den Geschmack von Senf und ich finde Senf ist total unterschätzt. Nicht nur als old-school Dip für ein Wiener Würstchen. Senf macht sich in Salat-Dressings toll wie in diesem Rezept für den Schichtsalat mit Senfdressing und als Geschmacksgeber in Kräutersoßen. Ein wenig Schärfe bringt die Wärme in den Bauch. Wenn man hausgemachte Gerichte auf den Tisch bringt, dann ist Senf ein must have im Kühlschrank.
Die Zutaten und das Ergebnis: die Senfcreme.


Senf macht sich gut als mittelscharfer Klassiker oder als süßer, körniger Senf. Beide Varianten sind mir sehr lieb. In gut sortierten Regalen gibt es auch noch Senf mit Honig, mit Estragon oder mit Meerrettich. Könnt ihr alles mal ausprobieren.

Man kann Senf mit Creme Fraiche anrühren, und aufs Brot schmieren. Schmeckt auch gut ist aber nicht vegan. Und so habe ich einige Tage überlegt, was ich anstelle von Creme Fraiche nehmen könnte um aus klassischem mittelscharfen Senf einen veritablen Brotaufstrich zu rühren. Der Zufall kam mir zur Hilfe, als ich wieder einmal Pellkartoffeln von der Kartoffelwoche übrig hatte. Ihr erinnert euch vielleicht, einmal 2 Stunden kochen, dann 7 Tage davon essen. Alle 7 Gerichte basieren auf Pellkartoffeln. Und da ich meine Rezepte selber gerne anwende, gab es vor Kurzem mal wieder Pellkartoffeln.

Aus einer mittelgroßen Kartoffel kannst du etwa 100 ml Brotaufstrich zubereiten.

Das Rezept für die Senfcreme beinhaltet folgende Zutaten


  • 1 Pellkartoffel (idealer Weise als Übrigbleibsel vom Vortag)
  • 2 ordentliche Teelöffel Senf
  • 1 Knoblauchzehe (wer Knoblauch nicht verträgt, kann ihn auch weglassen)
  • etwas Lauch
  • 2 EL Olivenöl
  • Kräutersalz


Und so geht´s: Pellkartoffel schälen. in grobe Stücke schneiden und in ein hohes Gefäß, in das auch ein Pürrierstab reinpasst. Das kann zum Beispiel ein hohes dickwandiges Saftglas oder ein großer Kaffeebecher sein. Dann 2 ordentliche Teelöffel Senf dazu und eine Knoblauchzehe, je nach Geschmack. Alles würzen, mit Kräutersalz, zwei Esslöffel Olivenöl dazugeben. Drei Esslöffel Wasser dazugeben oder, wenn du im Kühlschrank ein offenes Glas saure Gurken oder Oliven aus dem Glas stehen hast, dann lieber diesen Gemüsesaft statt Wasser nehmen um die Kartoffel-Senf-Paste etwas flüssiger zu gestalten. Die Zutaten mit dem Pürrierstab glatt mixen, so dass eine pastöse Creme entsteht.

Aufbewahren lässt sich die Senfpaste in einem Glas im Kühlschrank. Dazu passen süße Früchte, wie Äpfel, Birnen oder Quittenkompott.

Den Schnittlauch kleinhacken und unter die Creme mischen. Statt Schnittlauch kannst du auch eine halbe Zwiebel nehmen, wenn du den Geschmack magst dann roh, wenn nicht, dann auch gedünstet. Der Schnittlauch sieht besser aus und ist milder im Geschmack, als die Zwiebel.

Die Creme kannst du in ein kleines Schraubglas füllen, zum Beispiel ein ausgewaschenes Marmeladenglas. Im Kühlschrank hält sich die Paste einige Tage. Du kannst sie auf frisches Brot oder cross getoastetes Brot genießen. Dazu passt hervorragend eine Birne oder ein Apfel, die mit ihrer Süße einen sehr angenehmen Kontrast ergeben. Oder das Quittenkompott, ein Traum.

Dieses Gericht ist nicht nur kinderleicht sondern auch mit sehr kostengünstigen Zutaten gemacht und es ist vegan, glutenfrei und gesund. So ist das mit der Hausmannskost (wieso eigentlich "Mann? Also ob Männer früher vorwiegend in den Haushalten gekocht hätten, tststs...), immer lecker und oft total unterschätzt.

Wenn du keinen Pürrierstab oder Mixer wie für Smoothies besitzt, kannst du alles mit der Gabel machen. einfach die Kartoffel mit dem Wasser und Olivenöl zusammen so lange zerdrücken, bis ein Brei entsteht. Kein Problem, das geht.




Dienstag, 13. Oktober 2015

Das Avocadomus, Guacamole richtig gut selbstgemacht

Guacamole selber machen, besser als kaufen. Weniger sauer, mehr Avocado-Geschmack

Für diesen leckeren Avocado-Brotaufstrich brauchst du folgende Zutaten:

  • 1 reife Avocado
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 2 EL Zitronensaft oder Limettensaft
  • 1/2 TL Salz, Pfeffer
Das wars schon? Ja allerdings, es ist so einfach! Die Kosten für diesen leckeren und extrem reichhaltigen Brotaufstrich beschränken sich also in der Regel auf die Avocado, den Rest hast auch du bestimmt zu Hause.

Zwei reife Avocado-Hälften. Die braunen Stellen wegwerfen.

Und so gehts: Avocado in zwei Hälften schneiden, den Kern entfernen, und mit einem Löffel von der Schale trennen, also auskratzen. Das Fruchtfleich in eine Müslischüssel geben. In die Müslischüssel hast du bereits den Zitronensaft gegeben, so die Avocado auf keinen Fall braun werden kann. Der Zitronensaft gibt der sehr fetthaltigen Frucht den verdienten geschmacklichen Ausgleich und verhindert durch die Säure das Oxidieren der Fruchtstücke, also das braun werden. Wenn die Fruchtstücke in die Schüssel fallen, gleich umrühren so dass die Oberfläche sofort mit dem Zitronensaft in Berührung kommt.



Wenn die Avocado nicht 100% ig auf den Punkt reif ist, sondern ein wenig drüber, dann hat sie braun-schwarze Stellen im Fruchtfleisch. Diese unansehnlichen Teile dann einfach weglassen.

Die Menge des Avocadomus kannst du strecken, indem du eine Tomate in kleinen Stücken untermischst.

Dann Salz und Pfeffer hinzufügen und den Knoblauch durch die Knoblauchpresse drücken. Du hast keine Knoblauchpresse. Kein Problem: die Knoblauchzehen  auf ein Holzbrett legen, mit dem Salz bestreuen und mit einem großen Messer, also der flachen Seite und viel Kraft zerdrücken. Das Salz sorgt für zusätzliche Reibung, wie Scheuermittel, so dass der Knoblauch schön cremig wird.

Jetzt sind alle Zutaten in der Müslischüssel. Mit der Gabel kannst du nun die Avocado zerdrücken und dabei mit allen Zutaten vermengen. Die Menge reicht zum Bestreichen von einem Viertel Fladenbrot. Wenn du das Avocadomus nicht gleich aufisst, kannst du es in ein Weckglas oder kleines Schraubglas füllen und im Kühlschrank mehrere Tage aufbewahren. Das Salz und die Säure sind gute Konservierungsmittel.
Das fertige Avocadomus wird entweder sofort aufs Brot gegessen oder kann im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Wenn du das Avocadomus ein wenig "strecken" willst, so dass mehr Brote damit geschmiert werden können, damit es also länger reicht, kannst du eine Tomate in kleine (!) Stücke schneiden und sie unter das Avocadomus mischen. Dann kannst du etwas weniger Zitronensaft nehmen, weil die Tomate selbst auch viel Säure mitbringt.

Mir schmeckt die selbstgemachte Guacamole besser als gekaufte, denn sie ist nicht so übersäuert. Der Avocado-Geschmack kommt viel besser durch.

Freitag, 9. Oktober 2015

Sauerampfersuppe oder Spinatsuppe - fertig in 10 Minuten

Ruck-Zuck Rezepte sind einfach genial.

Hier ist eine cremige Suppe, die du entweder mit Spinat oder mit Sauerampfer oder mit beiden machen kannst.

Das sind die Zutaten für eine Portion Sauerampfersuppe:


  • 2 kleine Kartoffeln, oder 1 große Kartoffel
  • 3 Sellerie-Stangen
  • 1 große Handvoll Spinat oder Sauerampfer oder beides gemischt
  • 2 kleine Zehen Knoblauch (ok, eine geht auch..)
  • Salz, Pfeffer, 2 EL Olivenöl


300 ml Wasser auf den Herd, mit etwas Salz zum Kochen bringen.

Kartoffeln sehr gut waschen oder schälen. Dann in sehr kleine Stücke schneiden, ca. 5-8 mm Würfelgröße. Das dauert keine 5 Minuten. Die Kartoffeln ins Wasser werfen, egal ob es schon kocht oder nicht.

Den Spinat oder Sauerampfer waschen. Die Stangensellerie waschen und in grobe Stücke schneiden. Spinat oder Sauerampfer und die Sellerie in den Mixer, den Knobi dazu und nochmal 300ml Wasser dazu. Einmal kräftig durchmixen. Jetzt sind die Kartoffeln weichgekocht. Mixer aufmachen und die Kartoffeln samt Kochwasser dazugeben und alles zusammen zu einem schönen Brei durchmixen. Abschmecken mit Salz, Pfeffer und einem Schuss Olivenöl.
Sauerampfersuppe oder Spinatsuppe, schön grün, cremig und sähmig.
Das waren keine 10 Minuten!

Dann ist die Suppe eigentlich fertig, jedenfalls schmeckt sie mir so am besten und ist wegen des frischen Spinat oder Sauerampfer und der frischen Sellerie am gesündesten und die schöne grüne Farbe ist ebenfalls noch taufrisch. Außerdem ist die Suppe vegetarisch, vegan und trotzdem kräftig sättigend, weil schön dick und sähmig mit der Kartoffel.

Wenn dir aber roher Spinat oder Sauerampfer oder Sellerie nicht schmeckt, kannst du alles auch nochmal in den Topf gießen, wo die Kartoffeln drin waren und nochmal ganz kurz aufkochen. Dann verblasst die grüne Farbe des Sauerampfers zwar zu einem oliv, aber wenn´s dir besser schmeckt, dann ist ok so. Sauerampfer ist gekocht auch besser verdaulich.

Wenn du nicht vegan lebst, kannst du einen Klecks Rahm oder einen Schuss Sahne in die Suppe geben, nötig ist es aber nicht.
Die grüne Suppe im Weckglas kannst du vorkochen und dann so zur Arbeit für den Lunch mitnehmen.


Du kannst die Suppe auch am Abend oder am Morgen schnell vorkochen, in ein Weckglas abfüllen und ins Büro mitnehmen. Im Prinzip kannst du sie dann warm oder kalt essen, wie es dir beliebt.

Donnerstag, 8. Oktober 2015

Das klassische Käse-Sandwich - üppiger Büro-Lunch vegetarisch

Wenn dich das türkische Fladenbrot anlacht, greif zu! Frisch gebacken und gekauft ist es am besten. Aber es lässt sich auch hervorragend auftoasten und als Sandwich verarbeiten. Überhaupt sind liebevoll zubereitete Sandwiches ein perfekter Lunch.
Dieses klassische Käse-Sandwich mit frischem Fladenbrot wartet auf dich.

Das Mittagessen im Büro ist ja oft eine wenig erfreuliche Angelegenheit. Fettige Kantige? Currywurst? Döner? Oder das "belegte Brötchen" von der Bäckerei-Kette, das schmeckt wie Pappe?

Nee, das geht auch anders. Mit der fantastischen Kartoffelwoche, einmal 2 Stunden gekocht, 7 mal lecker und abwechslungsreich gegessen. Oder der Gemüse-Sugo, in 20 Minuten fertig und dann fünfmal mit unterschiedlichen Beilagen aufgetischt.

Und ab heute beginnen wir die Sandwich Reihe. Das gute alte Pausenbrot ist total unterschätzt. Dabei kannst du mit nur ganz wenigen und günstigen Zutaten jeden Arbeitstag mit einem Yummie-Foodie-Lunch krönen. Wetten, dass dir die Arbeit am Nachmittag dann mehr Spaß macht? Und du freust dich den ganzen Morgen auf den Mittag.

Diese Zutaten brauchst du für ein klassisches Käse-Tomaten-Sandwich:
Die Zutaten für das klassische Käse-Sandwich

  • 1/4 türkisches Fladenbrot
  • ein kleines Glas Oliven/Paprika Tapenade
  • Scheibenkäse, z.B. Geramont cremig zarte Scheiben
  • 1/4 Gurke
  • 1 Tomate
  • 1/2 Paprika
  • 1/4 Bund Schnittlauch
  • etwas Olivenöl, Salz, Pfeffer
Optional ein paar Oliven zum dazu naschen und eine kleine Zehe Knoblauch.

Und so gehts:

Fladenbrot aufschneiden, eine Hälfte mit der Oliven-Paprika Tapenade bestreichen. Mit etwas Schnittlauch bestreuen. Dann drei Scheiben Käse gleichmäßig auf dem Brot verteilen. Der Geramont Scheibenkäse ist anders als normaler Scheibenkäse wesentlich weicher, cremiger und schmeckt ein bischen mehr nach Camembert, ist aber ideal auf Käsebroten zu verarbeiten. 
Die Packung enthält 7 Scheiben, d.h. du kannst davon zweimal so ein Mega-Sandwich zubereiten und eine Scheibe einfach so naschen, zum Beispiel morgens, wenn du dein Sandwich zubereitest und am liebsten gleich aufessen würdest. (Weitere leckere Sandwich-Anregungen mit Käse und ein Transparenz-Hinweis.)
Fladenbrot mit Oliven-Paprika Tapenade, Schnittlauch, Geramont Cremig-zarte Scheiben Käse

Dann die Salatgurke in dünnen Scheiben auf den Käse legen. Tomaten ebenfalls in Scheiben auf die Gurke. Mit Salz und Pfeffer würzen. Den Rest Schnittlauch auf die Tomaten Streuen. Die Paprika in feinen Streifen auf dem Brot verteilen.

Noch Gurken, Tomaten, Salz, Pfeffer und wieder Schnittlauch auf dem Brot verteilen


Jetzt fehlt noch der Deckel. Du kannst jetzt wahlweise das Glas mit der Tapenade leeren und den restlichen Inhalt auf die zweite Brothälfte streichen. Alternativ ein paar Tropfen Olivenöl auf dem Brot verteilen. Und dazu wahlweise, wenn du Knoblauch magst, eine kleine Knoblauchzehe auf der kleinen Reibe reiben und dann ganz dünn auf dem Brotdeckel verteilen. Ein Gedicht.
Etwas Olivenöl und frisch geriebener Knoblauch auf den Brotdeckel. Mit den Oliven im Hintergrund kannst du die Kollegin ablenken, die neidisch auf dein deliziöses hausgemachtes Sandwich starrt.
Deckel drauf und ab in eine hübsche braune Brottüte. Wenn du das Brot zur Arbeit mit nimmst, am besten nochmal in eine Lunchbox, damit nichts durchsaftet und deine Tasche ruiniert. Du kannst das Mega-Sandwich auch einmal durchschneiden und in zwei Brottüten verpacken und dann in kleine Lunchboxen packen. Daneben legst du ein paar Oliven, die kannst du dann einfach dazu naschen oder deiner neidischen Kollegin als Trost anbieten :-P








Transparenz-Post

Dass es so schnell sein muss, hätte ich nicht gedacht. Kaum schreibe ich ein paar Wochen diesen Blog, schon musste ich mich entscheiden, wie ich mit PR-mäßigen Beziehungen zu Marken und Unternehmen umgehe. Ich habe mich dafür entschieden, alles öffentlich zu machen, auch dann, wenn es sich weder um bezahlte Werbung noch um Sponsoring handelt.

Heute vor einer Woche war ich Gast beim Pressefrühstück von Geramont in Hamburg. Zusammen mit mehreren Journalisten von Fachmagazinen und Foodbloggern spendierte Geramont ein sehr leckeres Frühstück in einem sehr schönen Cafe in Winterhude in Hamburg. Es ging dabei um die Produkteinführung der Geramont Käsescheiben. Für je 2-3 Blogger bzw. Journalisten stand eine Mitarbeiterin von Geramont aus dem Produktmanagement und Marketing Team zur Verfügung, die alle Fragen beantwortete, die wir hatten und die die gereichten Köstlichkeiten erklärte. Tapenade hier, Textur da, was ist das Besondere, zu welchen Zutaten und Brotarten passt der jeweilige Käse, warum hat Geramont - extra für den deutschen Markt - die Scheiben kreiert. Wie tickt der deutsche Markt und wie der französiche. Fand ich alles recht interessant, da ich selbst im Marketing tätig bin.

Über den Event werde ich auch noch einen Blog-Beitrag schreiben, es sind nämlich schöne Fotos dabei und leckere Anregungen, was man aus Käsescheiben nettes zaubern kann.

Wie auf solchen Events scheinbar üblich (?) gab es am Schluss für alle Teilnehmer ein Give-Away: eine nett bedruckte Baumwolltasche mit drei Paketen dieser Geramont-Scheiben, einem liebevoll geschnürten Baguette, einer Flasche Sekt und einem USB-Stick mit Pressematerial. Alles in Allem war das alles sehr liebevoll gestaltet.
Die Geramont Baumwoll Tasche beim Pressefrühstück


Da meine Kleinfamilie, das Wolfsrudel aufgrund dieses Events tatsächlich die 3 Packungen Käse-Scheiben cremig-zart entdeckt und schwupps weggegessen hatte, musste ich gestern eine neue Packung Geramont Käse-Scheiben kaufen um finally den ersten Sandwich-Blogpost zu schreiben und die Fotos zu machen. Wenn ich in den nächsten Tagen und Wochen also die Marke Geramont erwähnen sollte, wisst ihr wo die Idee herkommt. Die Blogpostings sind allesamt von mir selbst geschrieben und nicht beauftragt, nicht bezahlt und nicht beeinflusst. Alles freiwillig und aus Überzeugung.

Das gilt auch, wenn andere Produkte auf den Fotos erkennbar sind, dann nur, weil ich sie selbst so gekauft habe und nicht, weil mich jemand darum gebeten oder gar dafür bezahlt hat.

Samstag, 3. Oktober 2015

Auberginenmus Brotaufstrich vegan Baba Ghanoush

Auberginen haben vor einigen Jahren auch die deutschen Tische erobert, als exotisches Gemüse aus Italien, gegrillt als Antipasti oder aus Griechenland, als Moussaka. In arabischen Ländern kennt man "Baba Ghanoush", das Auberginenmus aus auf dem Feuer gebratenen Auberginen. Die Eierfrucht, wie die Aubergine auch noch genannt wird, sollte wegen ihrer Bitterstoffe nicht roh gegessen werden.

Ein osaik von Auberginen, Petersilie und Zwiebeln
Auberginenmus ist ein würziger veganér Brotaufstrich

Eine ganze Aubergine auf einem weißen Holzbrett
Aubergine vom örtlichen türkischen Gemüsehändler

Die Aubergine profitiert vom Veggie-Trend

Mit dem Veggie-Trend kommt die Aubergine nun auch als Brotaufstrich daher. Zumindest in gut sortierten Bio-Läden steht das Auberginenmus mit Mayonaise im Kühlregal. So kenne ich es auch aus meiner Kindheit, wenn Mutti Auberginenmus selbst gemacht hat: Auberginen direkt auf der Herdplatte durchrösten, die verbrannte Schale abziehen, die weiche Aubergine mit der Gabel zu Mus verdrücken. Recht viele Zwiebeln dazu und selbst gemachte Mayonaise, also einfach Eigelb, Salz, etwas Senf und dann gaaaanz langsam, gaanz viel Öl reinmixen, so dass die Mayo abbindet.
Eine weiße Schüssel mit gewürfelten Auberginen, gesalzen
Auberginenstücke gut einsalzen und etwas stehen lassen, so werden die Bitterstoffe rausgezogen.


Das war extrem lecker und vor allem reichlich und günstig. Denn das Auberginenmus aus dem Kühlregal ist irgendwie sehr teuer, wie ich finde. 3,69 für 200g in Bio-Qualität. Kann man machen, kann man aber auch selber und vegan noch dazu:

Die Zutaten:

  • 1 mittelgroße Aubergine
  • 1/2 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • Zitronensaft
  • Olivenöl
  • 1 Bund Petersilie

Auberginenmus zubereiten

Einfach die Aubergine waschen, in kleine Stücke schneiden, ich lasse die Schale dran. Die Stücke sehr gut einsalzen, das zieht die Bitterstoffe raus. Eine halbe Zwiebel pro mittelgroßer Aubergine würfeln. Dann die Zwiebeln glasig in einer Pfanne oder einem Topf anbraten. Dann die Auberginen dazu und mit etwas Öl und ganz wenig Wasser bei geschlossenem Deckel ca. 5 Minuten braten bzw. durchkochen. Je nachdem, wie klein die Auberginen-Stücke geschnitten wurden, desto schneller ist die Aubergine "durch" und schön matschig.
Auberginen gegart und gesalzen in einer weißen Müslischüssel
Auberginenstücke fertig gegart

Geröstete gewürfelte Zwiebeln
Geröstete Zwiebelwürfel

Gehackte Petersilie, grün
Reichlich frische gehackte Petersilie enthält viel Vitamin C und ist farblich im gräulichen Auberginenmus eine Augenweide


Etwas abkühlen lassen. Dann mit der Gabel die Aubergine und die Zwiebel schön matschig zerdrücken. Petersilie kleinhacken. Die Knoblauchzehe durchpressen und beides unter das Auberginenmus mischen. Mit Zitronensaft und Pfeffer und ggf etwas Kräutersalz abschmecken. In ein Weckglas abfüllen, mit etwas Ölivenöl auf der Oberfläche haltbarer machen. Im Kühlschrank aufbewahren.

Das Auberginenmus ist so pur und vegan schon sehr lecker.

Nochmal eine Umdrehung mehr erreichst du mit Mayonaise. Es gibt mittlerweile auch vegane Mayonaise zu kaufen, zu Beispiel auf Basis von Erbsenprotein.